EED Meileinsteine
EED — die EU-Energieeffizienz-Richtlinie
 
Mit der EED verfolgt die EU das Ziel den euro­pa­wei­ten Ener­gie­ver­brauch bis zum Jahr 2030 im Vergleich zu 2007 um 32,5 % zu senken und so einen Beitrag zur Verrin­ge­rung des CO2 Aussto­ßes zu leis­ten. Ein signi­fi­kan­ter Teil der Ener­gie­ver­bräu­che wird für die Behei­zung von Gebäu­den aufge­wen­det. Die dort vorhan­de­nen Ener­gie Einspar­po­ten­ziale setzen voraus, dass das Verbrauchs­ver­hal­ten der Wohnungs­nut­zer opti­miert wird. Dazu sollen insbe­son­dere die Verbrauchs­in­for­ma­tio­nen für Wohnungs­nut­zer verbes­sert werden. Die EDZ sieht die dafür notwen­di­gen Maßnah­men vor. Wich­tige Meilen­steine in Bezug auf die Heiz­ver­brauchs­werte von Wohnungs­nut­zern sind dabei:
 
25.10.2020
Ab diesem Datum dürfen nur noch fern­ab­les­bare Zähler und Heiz­kos­ten­ver­tei­ler neu
instal­liert werden.
Soweit Gebäude mit fern­aus­les­ba­ren Zählern und Heizkostenverteilern
ausge­stat­tet sind, sollen Nutzer mindes­tens zwei­mal jähr­lich eine Verbrauchs­in­for­ma­tion erhalten.
 
01.01.2022
Ab diesem Zeit­punkt erhal­ten Nutzer mit fern­aus­les­ba­ren Erfas­sungs­ge­rä­ten mindes­tens einmal monat­lich eine Verbrauchs­in­for­ma­tion. Die Verbrauchs­in­for­ma­tio­nen können auch online zur Verfü­gung gestellt werden. Eine häufi­gere Aktua­li­sie­rung nach den Möglich­kei­ten des Erfas­sungs­sys­tems ist möglich.
 
01.01.2027 
Bis zu diesem Datum muss der rest­li­che Gebäu­de­be­stand mit fern­aus­les­ba­ren Zählern und Heiz­kos­ten­ver­tei­lern nach­ge­rüs­tet werden.
 
Die von der EED vorge­ge­be­nen Meilen­steine für die flächen­de­ckende Fern­ab­les­bar­keit der Verbrauchs­da­ten müssen in natio­na­les Recht der Mitglieds­staa­ten umge­setzt werden. Für Deutsch­land bedeu­tet dies, dass zunächst das Gebäu­de­en­er­gie­ge­setz als gesetz­li­che Grund­lage für die Heiz­kos­ten­ver­ord­nung verab­schie­det werden muss. Die Umset­zungs­da­ten und die Art der Umset­zung werden dann in einer geän­der­ten Heiz­kos­ten­ver­ord­nung verbind­lich fest­ge­setzt werden.
 
Die vorge­schrie­bene Häufig­keit der Über­mitt­lung von Verbrauchs­da­ten setzt eine weit­ge­hende Digi­ta­li­sie­rung der Daten­aus­le­sung, Daten­auf­be­rei­tung und Daten­be­reit­stel­lung voraus. Bei der großen Zahl von Erfas­sungs­ge­rä­ten bedarf es einer umfang­rei­chen und stabi­len Infra­struk­tur für die Daten­über­mitt­lung, Daten­plau­si­bi­li­sie­rung und Daten­be­reit­stel­lung für Endkun­den. Beson­dere Schwie­rig­kei­ten erge­ben sich daraus, dass sich bislang keine einheit­li­chen Stan­dards für die Über­tra­gung der Daten heraus­kris­tal­li­siert haben. Gerä­te­her­stel­ler verwen­den unter­schied­li­che Über­tra­gungs­wege und Über­tra­gungs­for­mate. Die ermit­tel­ten Daten müssen daher aufbe­rei­tet und auf ihre Plau­si­bi­li­tät über­prüft werden. Letzt­lich müssen die verar­bei­te­ten Daten so aufbe­rei­tet werden, dass den Wohnungs­nut­zern einfach zu verste­hende Auswer­tun­gen zur Verfü­gung gestellt werden können, die intui­tiv zur Ener­gie­ein­spa­rung anre­gen oder konkrete Hand­lungs­emp­feh­lun­gen enthal­ten.01.01.2022
Ab diesem
Zeit­punkt erhalten
Nutzer mit fern a
us lesba­ren Erfas­sungs­ge­rä­ten eine
Verbrauchs­in­for­ma­tion mindestens
monat­lich. Die
Verbrauchs­in­for­ma­tio­nen können
auch online
zur Verfü­gung gestellt werden. Eine
häufi­gere Aktualisierung
nach
den
Möglich­kei­ten des Erfas­sungs­sys­tems ist möglich.